Wasser und Glaube – 
Wortgottesdienst zur Eröffnung des Sommerfestes

Nach den ersten einführenden Worten steigen wir etwas tiefer ein ins Thema. Wasser findet viele Verwendungen, sagt Diakon Thomas Knill. Als Beispiele nennt er: Wasser stillt den Durst, es macht sauber, es trägt (z.B. Boote), es löscht Feuer … und es kann Spass machen! Konkrete Gegenstände lassen jeweils raten, was er meint: eine Flasche, ein Waschlappen, ein Segelschiff, ein Bild von Feuerwehrauto … und als der Diakon die Spritzpistole hervorzieht, müssen schon alle lachen. Klar, dass sie zum Einsatz kommt!

Wortgottesdienst auf dem Freizeitgelände beim Sommerfest 2022 von Regens Wagner Holzhausen

All diese Gesichtspunkte können auf unsere Beziehung zu Gott, auf den Glauben und die Kirche übertragen werden: Glaube soll zum Beispiel unseren seelischen Durst löschen, er soll uns tragen und soll auch mal richtig, richtig Spaß machen – wie die Spritzpistole oder nachher die Wasserrutsche.

Zur Begleitung durch die Musikkapelle Holzhausen, die von Lena Eberl dirigiert wird, singen wir die beiden ersten Strophen des Liedes „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“. Währenddessen gehen viele Blicke gen Himmel, denn dort zieht ein Greifvogel seine Kreise. Wer aufmerksam ist, dem fällt es auf: In der zweiten Strophe ist von „Adelers Fittichen“ (dem Gefieder des Adlers) die Rede!

Ein Greifvogel zieht während des Gottesdienstes am Himmel seine Kreise

Doch weiter geht es nicht mit dem Vogel, sondern mit dem Evangelium von der Begegnung zwischen Jesus und der Samariterin am Jakobsbrunnen (Johannes 4). Daran anschließend führt Thomas Knill aus, wie beides, Wasser und der Glaube, für uns eine Quelle sein kann, aus der sich schöpfen lässt. Dafür verwendet er drei Beispiele:

Beispiel 1: Wir gießen unsere Blumen – denn nur was gegossen wird, kann aufblühen und wachsen. Analog dürfen wir uns das „Wasser des Glaubens“ schenken lassen. Dann können wir die Erfahrung machen, dass Gott uns liebt. Und auch Menschen können anderen Menschen diese Erfahrung vermitteln; genau das geschieht bei Regens Wagner Holzhausen. Zum Beispiel in der Schule, wenn Kinder so gefördert werden, dass sie erkennen: Ich kann etwas! Oder in der Förderstätte, wenn ein Mensch mit schwerer Behinderung erlebt, wie er sich einbringen kann durch das, was er tut.

Beispiel 2: Fische schwimmen im Wasser. Das Wasser von Diakon Knill ist echt, die Fische sind es nicht, aber alle begreifen, was gemeint ist. Fische fühlen sich im Wasser wohl, ohne Wasser sind sie nicht lebensfähig. Allerdings, wer ein Aquarium hat, der muss darauf achten, dass das Wasser ständig ausgetauscht wird, dass also frisches Wasser hineinkommt. Wir Menschen brauchen ebenfalls den Austausch. Wir brauchen jemanden, der neue Impulse hereinbringt, damit wir nicht stehen bleiben.

Beispiel 3: Getreidehalme mit Ähren werden gezeigt. Und es folgt die Frage, wer denn die Äcker gießt. Ja, allen ist klar: Das macht der Himmel, wenn er es regnen lässt. Regen ist ein Geschenk, wir können ihn nicht machen. Das Gleiche gilt auch für unseren Glauben.

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