Aktiv für den Frieden eintreten

Aktiv für den Frieden eintreten

Anfang der Woche rief Diakon Thomas Knill zu einem gemeinsamen Friedensgebet auf der Terrasse vor unserer Förderstätte auf. Viele Beschäftigte und Mitarbeitende fanden sich ein, um dabei zu sein und mitzubeten.

Äußerer Anlass: Der Krieg in der Ukraine. Und der Wunsch, allen Waffen wäre der Lauf zugeknotet so wie bei dem Revolver auf dem großen Plakat. Dann wären keine Schüsse mehr möglich, der Krieg müsste aufhören!

„Frieden“ – das bedeutet aber noch viel mehr. Diakon Knill ließ eine Blumenvase auf den Boden fallen. Sie zersprang in viele Scherben, wie man auf dem Foto sehen kann. „So zerbrechlich ist der Friede“, führte Diakon Knill aus, „man muss gut auf ihn Acht geben und sich für den Frieden einsetzen.“ Zum Beispiel mit Beten. Aber auch damit, dass man selbst in seinem Umfeld Frieden hält, ob in der Wohngruppe oder in der Familie oder im Arbeitsleben. Denn: Frieden fängt im Kleinen an. Er entsteht nicht von allein, er bleibt nicht von allein erhalten – man muss aktiv dafür eintreten.

Viele gute Anregungen dafür findet man in dem alten Gebet „Herr, mach mich zum Werkzeug deines Friedens“. Wer mag, kann es gern im Nachhinein noch mitbeten:

„Herr, mach mich zu einem Werkzeug Deines Friedens,
dass ich liebe, wo man hasst;
dass ich verzeihe, wo man beleidigt;
dass ich verbinde, wo Streit ist;
dass ich die Wahrheit sage, wo Irrtum ist;
dass ich Glauben bringe, wo Zweifel droht;
dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung quält;
dass ich Licht entzünde, wo Finsternis regiert;
dass ich Freude bringe, wo der Kummer wohnt.

Herr, lass mich trachten,
nicht, dass ich getröstet werde, sondern dass ich tröste;
nicht, dass ich verstanden werde, sondern dass ich verstehe;
nicht, dass ich geliebt werde, sondern dass ich liebe.
Denn wer sich hingibt, der empfängt;
wer sich selbst vergisst, der findet;
wer verzeiht, dem wird verziehen;
und wer stirbt, der erwacht zum ewigen Leben.“
(unbekannt – aber oft dem heiligen Franziskus zugeschrieben)