Eröffnung und Segnung unseres Ausbildungsbereichs

Direktor Rainer Remmele zusammen mit Pfarrer Reiner Hartmann (links) und dem Vertreter der evangelisch-lutherischen Kirche Landsberg, Pfarrer i.R. Traugott Simon

Direktor Rainer Remmele zusammen mit Pfarrer Reiner Hartmann (links) und dem Vertreter der evangelisch-lutherischen Kirche Landsberg, Pfarrer i.R. Traugott Simon

Es ist so weit: Wir feiern die Eröffnung und Segnung der Berufsausbildung in Landsberg

Ein Ereignis, auf das lange hingearbeitet, das in engem Hand-in-Hand-Arbeiten vieler Beteiligter auf den Weg gebracht und mit viel Fleiß vorbereitet wurde: Die Eröffnung und Segnung des beruflichen Ausbildungszentrums von Regens Wagner Holzhausen in Landsberg.

Es liegt was in der Luft

Am 28. März 2014 ist es so weit. Bei strahlendem Sonnenschein kommt ein Gast um den anderen in die Max-von-Eyth-Straße im Landsberger Industriegebiet. Der Eingang: direkt ein wenig unscheinbar … der erste Eindruck im Inneren: ein Aha-Erlebnis! Man befindet sich in einem großen Arbeitsraum – hier sind normalerweise die Auszubildenden im Maler- und Lackiererhandwerk zu Gange, wie man später erfahren wird. Doch heute ist alles ein wenig anders: Überall Tische, mit Blumen geschmückt. Schilder „Herzlich willkommen“ in mehreren Sprachen zieren die Wände. Gespannte Erwartung liegt in der Luft. Dort spielt sich ein junges Mädchen an der Harfe warm, gleichzeitig rieselt dezente Hintergrundmusik aus den Lautsprecherboxen. Die Musikgruppe aus Querflöten und Gitarren lässt sich davon nicht beirren und übt noch schnell die Lieder für die Segnung.

Der Festakt: kurzweilig!

Als jeder seinen Platz gefunden hat, beginnt der kurzweilige Festakt. Julia Loder an der Harfe eröffnet die Veranstaltung mit dem 1. Satz aus Händels Konzert in B-Dur, dann geht es weiter gemäß Programm:

  • Begrüßung durch Ulrich Hauser (Gesamtleiter von Regens Wagner Holzhausen)
  • Frère Jacques, Fantasie für Harfe von Marcel Granjany (Julia Loder)
  • Vorstellung der Berufsausbildung durch Barbara Straub (Bereichsleitung) und Susanne Eidloth (Mitarbeiterin im Sozialdienst)
  • Grußworte von Kreisrätin Ruth Sobotta (Stellvertreterin des Landrats, Landkreis Landsberg), Oberbürgermeister Mathias Neuner (Stadt Landsberg) und Michaela Dedner-Zitzmann (Agentur für Arbeit Weilheim)

Mit dem letzten Musikstück bereitet die Harfenistin vielen der Anwesenden eine besondere Freude: Es ist die Filmmusik aus „Drei Nüsse für Aschenbrödel“, die wunderbar den Boden bereitet für die nun folgende Segnung.

Die Segnung: voller guter Worte zum Mitnehmen

Der geistliche Direktor der Regens-Wagner-Stiftungen Dillingen, Pfarrer Rainer Remmele, Pfarrer Reiner Hartmann von der Pfarrei Heilige Engel in Landsberg und Pfarrer i.R. Traugott Simon als Vertreter der Evangelisch-Lutherischen Kirche Landsberg führen diese Segnung gemeinsam durch.

Viele gute Worte gibt es zum Mitnehmen für jeden Anwesenden. Angefangen beim Kyrie über Gebet, Lesung, Ansprache und Fürbitten bis hin zur Segnung der Kreuze, die künftig in den Räumen hängen werden, und aller Anwesenden.

Zeit zum Feiern und zur Begegnung

Damit, so Bereichsleiterin Barbara Straub, sei der offizielle Teil beendet. Ihrer herzlichen Einladung  zur Besichtigung und natürlich zum Büffet folgte man gern und interessiert. Die schönen, hellen Räume mit farbigen Wandmotiven unterschiedlichster Art – allesamt in Eigenarbeit erstellt – stießen auf hohe Anerkennung.

Bei den leckeren, liebevoll angerichteten Speisen blieb man gern noch ein Weilchen beisammen, frischte alte Bekanntschaften auf, fachsimpelte mit Kollegen aus befreundeten Einrichtungen oder Kooperationsbetrieben und freute sich gemeinsam an dem rundum gelungenen Ergebnis des Projekts „Umzug des Bereichs Berufsvorbereitung und -ausbildung nach Landsberg am Lech.“

Weitere Bilder

finden Sie hier in unserem Internetauftritt.

Zum Nachlesen und Nachsinnen

„Willkommen bei unserem Fest“ – Begrüßung

Ulrich Hauser, Gesamtleiter von Regens Wagner Holzhausen

In der Funktion des Gesamtleiters von Regens Wagner Holzhausen ergriff Ulrich Hauser als Erster das Wort. Zunächst legte er dar, wie es zu dem Projekt „Umzug des Bereichs Berufsvorbereitung und -ausbildung nach Landsberg am Lech“ gekommen war. Die Raumnot in Holzhausen machte es erforderlich, neue Räume anzumieten, und auf Anraten der Agentur für Arbeit machte man sich ab 2006 in Landsberg am Lech auf die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten. Doch betriebliche Räume waren damals knapp. So dauerte es einige Zeit, bis man in der Max-von-Eyth-Straße fündig wurde, und nochmals einige Zeit, bis schließlich alle heute zur Verfügung stehenden Räume angemietet werden konnten. Heute steht dem Bereich eine weitgehend zusammenhängende Fläche von 1200 m² auf zwei Etagen zur Verfügung.

Es freue ihn, so Hauser weiter, zu dem Fest anlässlich des Abschlusses dieses gewaltigen, an Herausforderungen reichen Projektes eine Reihe von Gästen begrüßen zu dürfen:

Die Vertreter der Geistlichkeit aus Landsberg, die im Anschluss an der Segnung mitwirken würden:

  • Pfarrer Reiner Hartmann, Heilige Engel Landsberg
  • Pfarrer i.R. Traugott Simon, Evangelisch-Lutherische Kirche Landsberg

Als Vertreter der Politik:

  • Bürgermeister Josef Loy, den Franktionsvorsitzenden der CSU im Bezirkstag von Oberbayern
  • Kreisrätin Ruth Sobotta, die als Stellvertreterin des Landrats gekommen war und darüber hinaus in besonderer Weise mit der Berufsausbildung verbunden sei: In dem Haus, in dem sie wohnt, lebt auch eine Gruppe von Auszubildenden von Regens Wagner Holzhausen
  • Oberbürgermeister Mathias Neuner der Stadt Landsberg
  • Kreisrat Markus Wasserle

Als Vertreter der Agenturen für Arbeit, die in dem Prozess eine wichtige Rolle gespielt haben:

  • Michaela Dedner-Zitzmann, Reha-Beraterin der Agentur für Arbeit Weilheim
  • Die Reha Berater/innen der Agenturen in Augsburg und Memmingen

Darüber hinaus:

  • Alle Vertreter/innen der Ämter für Ernährung, Landwirtschaften und Forsten, die für manche der Ausbildungsberufe zuständig sind
  • Oberstudiendirektorin Ursula Triller vom Ignaz-Kögler-Gymnasium, dessen Mensa durch unseren Ausbildungsbereich betrieben wird – eine hervorragende Praxismöglichkeit für die Auszubildenden in den gastronomischen Bereichen
  • Die Vertreter/innen aller Betriebe und Institutionen, die Praktikumsstellen für unsere Auszubildenden anbieten
  • Die Vertreter/innen befreundeter Einrichtungen und Dienste, speziell der Albrecht-Schnitter-Schule (Herzogsägmühle), wo manche unserer Auszubildenden ihrer Berufsschulpflicht nachkommen
  • Architekt Reinhard Schulz, der sich beim Umbau teils gewaltigen Herausforderungen gegenübersah

Und als Vertreter von Regens Wagner:

  • Direktor Rainer Remmele
  • Sr. Richardis Zottmann von Regens Wagner Erlkam, die frühere Gesamtleiterin von Regens Wagner Holzhausen und davor Bereichsleiterin des Ausbildungsbereichs
  • Frau Sabine Lautner von Regens Wagner Hohenwart, wo es ähnliche Angebote der Berufsausbildung gibt.
  • Frau Gabriele Kirschner, Stellvertretende Gesamtleitung von Regens Wagner Holzhausen 
  • Sr. Judith Harrer, Oberin im Konvent von Regens Wagner Holzhausen, mit den anwesenden Schwestern 
  • Frau Gudrun Berstecher, Vorsitzende des Beirats bei Regens Wagner Holzhausen und des Fördervereins, mit ihrem Stellvertreter und allen Beiratsmitgliedern
  • Alle Bereichsleitungen und Mitarbeiter/innen von Regens Wagner Holzhausen 
  • Nicht zuletzt alle Auszubildenden, Ausbilder und Mitarbeiter in der Ausbildung

Hauser schloss mit einem herzlichen Dank an alle Beteiligten für die Mitarbeit bei der Realisierung des Projektes, angefangen von der Planung über die Ausstattung bis hin zur Umsetzung. Ein spezieller Dank ging an die Jugendlichen selbst für ihr großes Engagement, besonders im Hinblick auf Maler- und Reinigungsarbeiten. So sei der zweite Bauabschnitt fast komplett in Eigenarbeit erfolgt.

„Ein Weg, der glücklich macht“ – Unsere Berufsausbildung stellt sich vor

Barbara Straub, Bereichsleiterin, und Susanne Eidloth, Mitarbeiterin im Sozialdienst

Die Bereichsleiterin für Berufsvorbereitung und Ausbildung Barbara Straub begann mit dem Regens-Wagner-Motto „Ich finde meinen Weg“. Denn darauf sei alles gegründet, was die Maßnahmen für Berufsvorbereitung und Ausbildung anbetrifft.  Im Wechsel mit Susanne Eidloth stellte sie im Folgenden einen kurzen historischen Abriss vor:

Vor fast 100 Jahren gab es im damaligen Magnusheim die erste Fortbildungsschule für schulentlassene Mädchen, die im Bereich der Hauswirtschaft, in der Landwirtschaft oder im Gartenbau angelernt wurden. Im Jahr 1928 wurde erstmals eine Berufsausbildung angeboten, nämlich zur Damenschneiderin. Im Jahr 1955 nahmen 50 Mädchen die Ausbildung wahr und konnten größtenteils an Arbeitgeber vermittelt werden.

1972 begann im Magnusheim der erste Förderlehrgang mit zwei Teilnehmerinnen, sieben Jahre später kam das Berufsbild der Hauswirtschaftstechnischen Helferin mit neun Teilnehmerinnen hinzu, 1992 gab es die ersten männlichen Teilnehmer. Nach und nach weitete sich das Spektrum der Ausbildungsberufe aus in die Bereiche Gartenbau, Pflege, Farbe und Raumgestaltung, sodass heute bei Regens Wagner Holzhausen die Berufsbilder Gartenfachwerker (2001), Beikoch (2004), Fachpraktiker für personale Dienstleistungen (2006), Bauten- und Objektbeschichter (2006) und Fachkraft im Gastgewerbe (2007) angeboten werden.

Nach diesem Blick zurück in die Vergangenheit, sei es naheliegend, einen Blick in die Zukunft zu tun, kam Straub zu Ende ihres Vortrags. Man bleibe offen für Neues, sei bemüht, den Wünschen und Anregungen sowohl der jungen Leute als auch der Auftraggeber Rechnung zu tragen. Ein konkretes Beispiel hierfür sei das Berufsbild des Landwirtschaftswerkers, das seit einiger Zeit in Vorbereitung ist. Man werde mit den jungen Menschen gemeinsam den Weg gehen, mit ihnen mitgehen, um sie zu unterstützen, wo Unterstützung notwendig ist. Dabei gehe es nicht um einen Weg, den die Ausbilder für gut befinden, sondern …

… um einen Weg, der glücklich macht!

„Barrieren abbauen“ – Grußwort

Kreisrätin Ruth Sobotta als Stellvertreterin des Landrats Kreisrätin

Ruth Sobotta dankte herzlich für die Einladung, der sie sehr gern gefolgt sei. Sie überbrachte Grüße des Landrats, der es sehr bedauere, verhindert zu sein.

Sobotta griff auf, was Hauser in der Begrüßung angedeutet hatte: Die Mitbewohner in ihrem Wohnhaus seien eine Bereicherung für die Hausgemeinschaft. Man freue sich, ihnen zu begegnen.

Im Kreistag, so Sobotta weiter, obliegt ihr zusammen mit der Behindertenbeauftragten Barbara Juchem die Leitung der Arbeitsgruppe Inklusion. Als einen ersten Schritt sei man dabei, die öffentlichen Gebäude auf ihre Barrierefreiheit zu untersuchen und es habe sich gezeigt, dass es reichlich zu tun gibt. Im Hinblick auf die Erfüllung der UN-Behindertenrechtskonvention sei gerade die Ausbildung von jungen Menschen, die im Lernen beeinträchtigt sind, eine der wichtigsten Voraussetzungen. Es werde eine Aufgabe der Politik sein, Barrieren abzubauen im Verhalten von Arbeitgebern und Unternehmern, damit die jungen Menschen im Anschluss an die Ausbildung eine Beschäftigung auf dem freien Arbeitsmarkt finden können. Damit sei die Arbeitsgruppe „Inklusion“ des Kreistags befasst.

„Sehr gute Arbeit“ – Grußwort

Oberbürgermeister Mathias Neuner der Stadt Landsberg

Landsbergs Oberbürgermeister begann mit einer begeisterten Gratulation zu den neuen Räumlichkeiten. Er habe sich die Malerarbeiten angeschaut und sei auf hervorragende Leistung gestoßen. Hier werde offensichtlich sehr gute Arbeit gemacht!

Das dieser wichtige Bereich von Regens Wagner Holzhausen nach Landsberg gekommen ist, sei gut. Die berufliche Ausbildung ist eine wesentliche Voraussetzung für ein selbstbestimmtes Leben, daher müsse man ihr hohe Priorität einräumen. Auf seine Mitarbeit als Oberbürgermeister der Stadt Landsberg dürfe man zählen.

„Ein großer Schritt“ – Grußwort

Michaela Dedner-Zitzmann, Agentur für Arbeit Weilheim

Seit vielen Jahren, man könne schon fast von Jahrzenten sprechen, bestehe eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der Agentur für Arbeit Weilheim und Regens Wagner Holzhausen. So begann Michaela Dedner-Zitzmann ihr Grußwort. Eine solche enge Zusammenarbeit sei wichtig, um gemeinsam die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt zu analysieren und bei neuen Berufsbildern zu berücksichtigen.

Die Zahlen, so Dedner-Zitzmann, sprechen für sich: Jedes Jahr werden 15 bis 20 Auszubildende angemeldet, seit 2005 haben rund 160 junge Menschen ihre Ausbildung abgeschlossen mit guten Chancen für die Etablierung auf dem Arbeitsmarkt.

Die Agentur für Arbeit Weilheim habe den Umzug nach Landsberg empfohlen, um eine größere Nähe zu normalen Arbeitsbedingungen zu schaffen. Darüber hinaus können die jungen Menschen auf diese Weise die Angebote der Stadt nutzen, Kontakte zu anderen Jugendlichen knüpfen und lernen, sich auch außerhalb des geschützten Rahmens zurechtzufinden.

Der Umzug nach Landsberg sei ein großer Schritt gewesen. Ihrer Einschätzung nach dürfe man mit gutem Erfolg in der Zukunft rechnen.

„Herr, erbarme dich“ – Impulse aus dem Kyrie

Pfarrer Rainer Remmele, Geistlicher Direktor der Regens-Wagner-Stiftungen

Jesus, du hast uns die Botschaft gebracht, dass jeder wertvoll, wichtig und geliebt ist: Schenk uns die Liebe des Vaters!

Jesus, du hast was mit uns vor, in uns steckt vieles, was diese Welt braucht: Lass uns unsere Gaben einbringen, damit diese Welt zum Fest wird!

„Ein Bauer ging aufs Feld“ – Lesung und Ansprache

Pfarrer Rainer Remmele, Geistlicher Direktor der Regens-Wagner-Stiftungen

Der erste Satz unserer Lesung vom vierfachen Ackerfeld (Mk 4,1-9), so begann Direktor Remmele, lautet ganz schlicht, ganz einfach: „Ein Bauer ging aufs Feld.“ Wenn wir innehalten, dann stellen sich uns ganz schnell die Fragen: Welches Feld bearbeitet er wohl? Ist es ein guter Boden … oder sind da schwere Steine? Geht es um ein Feld, um das ihn jeder beneidet … oder eher eines von der Sorte, das keiner bestellen möchte?

Mit dem Bauern, da ist nun nicht nur der Landwirt gemeint. Jeder von uns ist „Bauer“, jeder hat Felder zu bearbeiten. Im Lauf einer Berufsausbildung sind es sogar viele unterschiedliche Felder, die „beackert“ sein müssen. Manche davon mag man vielleicht mehr, da tut man sich leicht, ja, erledigt alle Arbeiten sogar leidenschaftlich gern! Und bei anderen, da kommt man sehr schnell ins Schwitzen, da plagt man sich und trotzdem kommt nicht so viel dabei heraus. Aber wenn man eine gute Ernte haben will, muss man sich auch diesen Feldern zuwenden.

Werfen wir einen Blick in Richtung Polititk und Gesellschaft, dann springt uns die Frage entgegen: In welche Felder investieren wir? Sind wir bereit, uns auch „unrentabler“ Felder anzunehmen? Geht es nur um Profit ohne Berücksichtigung, auf wessen Kosten wir diesen Profit erlangen? Oder sind wir bereit, in junge Menschen zu investieren, damit alle eine Chance bekommen, sich einzubringen in unserer Gesellschaft? Zu tun gibt es genug. Alle Hände, alle Kraft, alle Fantasie wird gebraucht.

Die Berufsausbildung ist ein wichtiges Projekt. Ein „Acker“, der die Investition wert ist, auch wenn es manchmal aufgrund von Vorschriften und Vorgaben steinig zugehen mag. Es lohnt, den jungen Menschen dabei zu helfen, ihre Talente aufzuspüren und ins Spiel zu bringen. Und hier wollen wir Energie und Kraft einbringen und auch Geld investieren. Allen, die dabei mithelfen, drückte Direktor Remmele seinen Dank aus.

„Eine Generation wird nicht daran gemessen, was sie erntet, sondern daran, was sie sät“, mit diesem russischen Sprichwort leitete Direktor Remmele den zweiten Teil seiner Ansprache ein, denn der Einstiegssatz geht noch weiter: „Ein Bauer ging aufs Feld, um zu säen.“

Was säen wir aus? Welchen Samen? Säen wir überhaupt oder wollen wir nur ernten? Jeder Mensch kann geben. Und jeder kann mehr geben, als man auf den ersten Blick sieht. Jeder ist zugleich Gebender und Empfangender. Wichtig ist, dass man Hand in Hand arbeitet und einander an der Hand hält. Keiner kann ohne den anderen auskommen.

Also: Welchen Samen wollen wir säen? Den Samen des Egoismus, dass ich nur für mich selbst sorge, nur an mich selbst denke? Oder den Samen der Solidarität, des Miteinander und Füreinander?

Ja, wenn ich säe wird manches untergehen, so wie mancher Same des Bauern unter die Disteln fiel. „Darum“, so die Schlussworte der Ansprache, „lasst uns großzügig säen, die Botschaft überall ausbringen und die ganze Welt damit beglücken.“