„Das ist so schön!“ – Unser Adventsmarkt 2018

„Das ist so schön!“ – Unser Adventsmarkt 2018

„Das ist so schön!“ Dieser Kommentar war immer wieder zu hören bei unserem Adventsmarkt am Freitag und Samstag vor dem 1. Advent in den Magnus-Werkstätten. Was war denn „so schön“? Zum Beispiel die Tatsache, dass man sich gemütlich niederlassen und Kaffee trinken konnte. Oder die Glückwunschkarten, die am Stand der Förderstätte verkauft wurden und die „einfach schöner“ sind „als das, was man sonst bekommt“. Oder die Metall-Weihnachtsbäume mit rot glänzenden Kugeln: „Ich habe überlegt, ob das was für den Papa wäre“, sagte eine Dame in ihr Smartphone, und dann wurden die verschiedenen Preise und Farbmodelle durchgegeben.

Zwei gelungene Nachmittage

Wir freuen uns über zwei gelungene Nachmittage, an denen es ein großes Publikum zu uns nach Holzhausen zog und an dem keine Wünsche offen blieben. Es sei denn man kam zu spät, um einen der beliebten Adventskränze zu ergattern; und mancher hätte sich vielleicht zur Krönung noch etwas Schneeflockenzauber gewünscht. Doch sonst war alles geboten: Vorweihnachtliche Stimmung. Gut gelaunte, freundliche Menschen. Leckeres und Deftiges für den kleinen und großen Hunger sowie Genussvolles für Naschkatzen. Und natürlich Geschenkideen in Hülle und Fülle – für liebe Mitmenschen oder auch für einen selbst.

Weihnachten kann kommen

Obwohl unser Adventsmarkt eine sehr lange Tradition hat und ein treues Publikum, erleben wir immer wieder – und heuer ganz besonders –, dass viele Gäste zum ersten Mal hier sind. Es ist zum einen die Mundpropaganda, die sie herzieht: „Das musst du mal erleben, die Stimmung dort ist so besonders!“ Und zum anderen das außerordentliche Angebot: dieser spezielle Mix aus Selbstgemachtem und hochwertigen Geschenkartikeln.

So gehörte der Bummel durch die weihnachtlich dekorierte Budenstraße für viele unabdingbar dazu. An den Ständen boten unsere Wohngruppen und Bereiche Genähtes, Gehäkeltes, Getöpfertes, Gefaltetes, Gekochtes, Gesägtes … Wer das alles hergestellt hat, war auf den grünen Schildern zu lesen: Kinder- und Jugendbereich. Heilpädagogische Tagesstätte. Fachdienst. Erwachsenenwohnen. Die Verkäufer freuten sich über jede Kundschaft, denn mit dem Erlös lässt sich das Taschengeld aufbessern für kleine „unnötige“, aber schöne Extras.

Handwerk, das Freude bereitet

Der Schwerpunkt im Angebot unseres Adventsmarktes lag auf dem Handwerk. Hergestellt in einem kreativen Prozess, der alle Beteiligten mit Freude erfüllt, bereitet es auch den Käufern Freude, ob sie die erworbenen Produkte nun selbst behalten oder verschenken wollen. Denn sie erhalten nicht nur hochwertiges Handwerk, sondern auch die Gewissheit, damit wertvolle Arbeitsbereiche zu unterstützen.

Die Erzeugnisse aus der Metallabteilung und dem Schmuckalteier waren in einem Zelt im Innenhof zu finden. Ringsum an den Wänden reihten sich die Christbäume aus Metall, ganz unterschiedlich in Größe und Dekoration. Neben den mehrheitlich gerosteten Exemplaren stießen einzelne Modelle in blankem Metall auf Interesse: leicht futuristisch wirkend in Silber oder Violett. Freilich durften auch Engel, Wichtel und Rentiere nicht fehlen, geschweige denn die beliebten Gartenstäbe.

Beim Angebot aus dem Schmuck-Atelier blieben vor allem die Damen hängen: Es wurde geguckt und anprobiert und manch ein Weihnachtsgeschenk gefunden. Über reichlich Platz zum Zeigen der Ware freuten sich heuer die Mitarbeiterinnen der Weberei. Sie hatten zusammen mit dem Keramik-Zweig einen eigenen Raum zur Verfügung. Auch die Besucher äußerten sich angetan von der angenehmen Weite im Vergleich zu den letzten Jahren. Sie nutzten die Gelegenheit, sich beraten zu lassen, und mancher Auftrag kam zustande.

Ruhepunkt nicht nur für Kinder

Was normalerweise als Besprechungsraum der Magnus-Werkstätten dient, wurde beim Adventsmarkt zum zentralen Ruhepunkt. Im Eingangsbereich stellte sich der Förderverein in einer farbigen Info-Wand vor, die Große wie Kleine faszinierte. „Autos schauen!“, verlangte eine knapp Zweijährige, und: „Schafe!“ Denn auf den Plakaten waren die Aktionen des Fördervereins zu sehen, darunter eben der Erwerb eines neuen Kleinbusses und der Unterhalt des Kleintierbereichs.

Noch viel spannender für Kinder war der große Bastel- und Spieltisch. Man konnte dort Engelchen für den Christbaum basteln oder Teelicht-Umrandungen aus Goldfolie. Man konnte aber auch „Nasch-Memory“ spielen. Man nehme: 16 Kaffeetassen und eine Tüte voll Süßigkeiten, gebe 8 verschiedene Sachen jeweils in zwei Tassen, drehe alles um, mische gründlich und sage: „Auf die Plätze, fertig los!“ Einfach sensationell, wie die Aussicht auf die Leckereien die Merkfähigkeit der Kinder steigerte.

In einer Ecke des Raums war aus Kissen und Tüchern eine Kuschelecke eingerichtet: Dort gab es mehrmals am Nachmittag eine Vorlesestunde. Die Eltern konnten es sich in der Zwischenzeit bei der Verkostung von Magnus-Brot, Magnustaler Käse und Bio-Weinen gut gehen lassen.

Begegnung inklusive

Für viele Besucher ist unser Adventsmarkt ein Fixpunkt im Jahr. Sie schätzen neben dem Angebot auch die besondere Stimmung und die Begegnung. Wir freuen uns, ehemalige Mitarbeiter wiederzusehen, Ruheständler, Mitarbeiterinnen in Elternzeit. Deshalb gab es auch heuer – trotz aller Veränderungen – wieder die großzügigen Tischreihen in der Mitte des Saals. Dort konnten sich die Gäste niederlassen, in Ruhe einen Kaffee genießen und ausruhen. Es war Gelegenheit, sich mit alten Bekannten auszutauschen oder mit wildfremden Personen ins Gespräch zu kommen. Oder im druckfrischen „Holzwurm“ zu blättern, unserer Hauszeitschrift, die beim Adventsmarkt von emsigen, unwiderstehlichen Verkäuferinnen angeboten wurde.

All das gehört dazu zum Adventsmarkt in den Magnus-Werkstätten. Und wir würden uns freuen, wenn er sich auch für diejenigen Gäste, die heuer zum ersten Mal da waren, zum Fixpunkt im Jahr entwickelt.  

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