Wenn es Herbst wird, hobeln wir Kraut und feiern Hoffest

Wenn es Herbst wird, hobeln wir Kraut und feiern Hoffest

Krauthobelfest am 19. Oktober 2018 – Wir waren gespannt: Wie würden unsere Kunden reagieren? Zum ersten Mal haben wir heuer das Krauthobeln direkt in der Bioland-Gärtnerei vorgenommen, nämlich in unserer neu gebauten Gärtnerei-Halle. Es hatte sich trotz Ankündigung noch nicht überall herumgesprochen. So schauten manche Kunden auf dem Magnushof, die leeren Wannen unter den Arm geklemmt, befremdet auf die verschlossenen Türen des alten Waschhauses. Doch schnell erkannten sie die Vorteile der neuen Regelung.

Zügiges, stressfreies Arbeiten

Denn für das Team unserer Gärtnerei war das Arbeiten in der Halle wesentlich angenehmer im Vergleich zu den beengten Verhältnissen der Vorjahre. Jeder hatte ausreichend Platz, die Vorbereitung von Weißkraut und Spitzkraut – säubern, entstrunken, zerkleinern – verlief zügig wie nie zuvor.

Das kam letztich auch den Kunden zugute, denen die altgewohnten Warteschlangen erspart blieben. Die gewonnene Zeit setzte man dann gern für einen kurzen Austausch mit den Mitarbeiterinnen an der Kasse ein. Dort gab es als Dankeschön für den Einkauf einen Kopf Blumenkohl  gratis oder einen Bon über 1 Euro zum Einlösen auf dem Hoffest.

Apropos Einkauf: Wie immer gab es nicht nur das frisch gehobelte Kraut für die eigene Sauerkrauteinlagerung, sondern auch Kartoffeln, Karotten, anderes Einlagerungsgemüse und verschiedene Sorten von Kürbissen, zum Beispiel Hokkaido oder Musquee du Maroc. Das Gärtnerei-Team hatte die bunte Ernte dekorativ mit viel Liebe zum Detail aufgebaut.

Karawanen von hier nach da

Von der Gärtnerei zum Magnushof zogen sich ganze Karawanen gut gelaunter Herbst-Einkäufer. Schon von Weitem wehten ihnen Klangfetzen zünftiger Volksmusik entgegen, ab und an vermischt mit einem kräftigen I-Ah. Letzteres kam natürlich von unseren Eseln. Erstere vom Trio „Senfkristall“ aus Bernbeuren, das mit Akkordeon, Harfe und Tuba oder Kontrabass vergnügt gegen die anfänglichen Nebelschwaden anspielte, bis sich die Sonne zeigte.

Für Kunden, die mit Kindern da waren, empfahl es sich, den Besuch in der Gärtnerei zuvor abzuwickeln. Denn – wie eine Mutter lachend klagte – es war nicht ganz einfach, die Kleinen von den Eseln und Minischafen, den Meerschweinchen und Riesenkaninchen unseres Kleintierbereichs loszueisen. Oder aus dem Stall herauszulocken, in dem das Jungvieh zu bestaunen war. Überhaupt fühlten sich die Kinder, angefangen von den Kleinsten im Buggy, richtig wohl auf unserem Hoffest: Überall waren fantasievoll geschminkte Gesichter und tanzende grüne Luftballons zu sehen.

Essen, trinken, wohl sein lassen

Die Gäste ließen es sich wohl sein. Sie genossen die angebotenen Schmankerl in Bio-Qualität. Neben den Wurst- und Bratensemmeln boten wir auch vegetarische Kost an: Suppe mit Brot oder einen leckeren Krautstrudel.

Der Hofladen integrierte sich nach dem Umbau ganz organisch in das Gesamtgefüge. Mit seinem einladenden Eingangsbereich, der mit kreativem Handwerk aus unserer Eigenfertigung herbstlich geschmückt war, zog er einen steten Kundenstrom an. Drinnen ließ sich in heimeliger Atmosphäre einkaufen.

Manch einer nutzte auch die Gelegenheit und schloss Bekanntschaft mit dem neu integrierten Café. Anfänglich gern im Inneren in der nostalgischen Kaffee-Ecke, im Lauf des Nachmittags waren dann auch die Tische vor dem Laden bevölkert.

Bunt gemischt

So blicken wir dankbar zurück auf ein gelungenes Fest mit zahlreichen Besuchern, bei dem wir die vielen Facetten unserer Bio- und Eigenfertigungsbereiche präsentieren konnten. Ein Fest, bei dem Menschen mit und ohne Behinderung, Alt und Jung, Magnusheimer und Gäste bunt gemischt und zwanglos miteinander feierten.

Bilder

Eine Reihe weiterer Bilder finden Sie hier in unserem Internetauftritt.